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DJ Martin Rapp

Im Juni veranstaltete der FLC Frankfurter Leder Club e.V. seine Wahl zum Mr. Leather Hessen. Die Mehrheit der Herzen der Besucher gewann der 30 jährige Suri. Bear Pride unterhielt sich anlässlich eines Fotoshooting von Dirk Höveler (Bildexplosion / Köln ) mit dem Titelträger.

Bear Pride: Hallo Suri, zuerst die Frage zu deiner Person: Woher kommst du? Wo lebst du? Was machst du?

Suri: Gebürtig bin ich Unterfranke, wohne seit fast sieben Jahren in Obertshausen bei Frankfurt/Main mit meinem Mann zusammen. Ich bin gelernter Maler/Lackierer und gestaltungs- und medientechnischer Assistent, arbeite aber derzeit bei DHL im Paketzentrum.
Im Privaten bedrucke ich T-Shirts im Siebdruckverfahren, tanze mit meinem Mann beim Sportverein FVV, singe bei den Mainsirenen und versuche mich viel zu engagieren.

Bear Pride: Wie kommt es zu dem Namen Suri?

Suri: In meiner Schulzeit wurde ich von meinen Klassenkameraden und den anderen Kindern im Dorf ausgegrenzt und gemobbt. Daher führte ich gerne Brieffreundschaften. Für eine dieser Freundschaften mit meiner bis heute besten Freundin, welche sich zu meinem Outing ihr gegenüber dann selbst auch als lesbisch bei mir outete, nutzte ich das Pseudonym „Survivor”. Er sollte mir Kraft geben. Im Verlauf der Brieffreundschaft kürzte meine Freundin den Namen in „Suri“ ab und durch eine spätere Depression half mir dieser auch: Kämpfe weiter – Bleib stark! So nutze ich den Namen bis heute in Erinnerung an diese Zeit.

Bear Pride: Weshalb wurdest du gemobbt? Und welche Empfehlung gibst du Menschen, die in sich in einer ähnlichen Situation wieder finden?

Suri: Ich war als Kind moppelig und wurde auch als Schwuchtel beschimpft, wobei ich mich weder outete noch irgendwie auffällig schwul benahm. Es ist schwer, einen Rat zu geben. Mit den Eltern über das Mobbing reden bringt nur etwas, wenn die Eltern auch offen sind und nicht wie in meinem Fall sich mit „Ignorier sie einfach, dann hören sie auf.“ aus der Verantwortung ziehen. Auch mit den Lehrern reden kann sehr schwer werden, denn als Petze ist man ja gleich noch viel schlimmer dran. Dennoch ist es wichtig mit jemanden, z.B. Freunden, darüber zu reden.

Bear Pride: Du gehörst zur jungen Generation in der Szene. Wie hast du zu ihr gefunden und was macht für dich Leder- und Fetischszene aus?

Suri: Schon in meiner Jugend fand ich in Film und Fernsehen Rocker, Piraten und Barbaren in Leder total geil. So fing bei mir der Fetisch schon früh an. Die Leder- und Fetischszene ist für mich klasse, da ich es genieße, in Fetisch unter Gleichgesinnten zu sein.

Bear Pride: Warum hast du dich zur Teilnahme an der Wahl zum Mr. Leather Hessen entschieden?

Suri: Ich wollte mich mehr für die Szene engagieren. Wobei die Entscheidung zur Kandidatur traf ich erst einen Monat vor der Wahl.

Bear Pride: Und wie war das für dich, als du den Titel errungen hast?

Suri: Ich hatte eigentlich bei der Verkündung nicht damit gerechnet, dass ich gewinne und war im ersten Moment sehr überrascht. Mit Freudentränen habe ich dann nach den ersten Gratulationen dann begriffen, dass tatsächlich ich die Schärpe trage.

 

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Bear Pride: Wie lebst du deinen Fetisch? Ist das eine „Wochenendsache“ oder ganz selbstverständlich in dein Leben integriert und „Alltagssache“?

Suri: Ich ziehe gerne an freien Tagen zum Hausputz meinen Latexanzug an. Auch ziehe ich gerne meine Lederklamotten an, wenn ich ausgehe.

Bear Pride: Wie gehst du mit deiner Umgebung um, etwa im Berufsleben? Haben Arbeitskollegen auch von deinem Titel erfahren? Und was sagen die Freunde im Sportclub zum Mr. Leather Hessen?

Suri: Ich stehe auf der Arbeit fest dazu. Ich habe mich zwar nicht „geoutet“ aber ich rede offen: „Ich gehe heute mit meinem Mann tanzen“ oder ähnliches. Ich hatte bislang nie Probleme. Klar gibt es einzelne Personen, die sich mehr auf Distanz befinden.

Viele meiner Freunde können mit Fetisch nix anfangen, haben mir dennoch zur „Schönheitskönigin“ gratuliert *lach*. Der FVV ist Frankfurts schwuler Sportverein. Waren natürlich begeistert. Die bösen Zungen der Mainsirenen haben mir den Spitznamen „Mrs. Heather Lessen“ mit Humor gegeben. Auch wenn nicht jeder was mit Fetisch oder den Schärpen anfangen kann, finden sie dennoch gut, wie ich mich engagiere und das ist mir wichtig.

Bear Pride: Was sagt dein Mann zum Titelträger? Ist das „beziehungskompatibel“?
Suri: Mein Mann hat mich vor der Wahl sehr unterstützt. Er hatte natürlich die Angst, dass ich dann ständig unterwegs bin und keine Zeit mehr für ihn habe. Aber ich habe ihn gerne an meiner Seite, wenn ich durch die Gegend reise. Er hat mit Leder und Fetisch zwar nicht viel zu tun, ist aber immer gerne dabei, weil er auch ohne Fetisch herzlich bei den Leuten aufgenommen wird.

Bear Pride: Wie lange seid ihr befreundet und wie habt ihr euch kennen gelernt? Du sagtest, er teilt deinen Fetisch eher nicht? Das ist ja eine Frage für viele in Beziehungen: Was ist das Wichtigste für Beziehungen?

Suri: Wir haben uns vor 7,5 Jahren auf einem Geburtstag eines Freundes kennen gelernt, bzw. nur schüchtern angeschaut. Erst als er sich verabschiedete, kamen wir zum Knutschen.

Dann schrieben und telefonierten wir viel. Auch klärten wir schnell das mit meinen Fetischen, damit nicht später irgendwie Probleme auftreten. Und so halten wir das bis heute und sind nun knapp 2 Jahre verpartnert.

Es ist wichtig, in einer Beziehung offen über alles reden zu können, denn Vertrauen ist das, was alles am stärksten zusammenhält. Auch ist es wichtig, wie ich finde, dass jeder ohne den anderen Hobbys hat, die er auslebt, damit man nicht immer alles gemeinsam tut und sich nichts mehr zu erzählen hat.

Bear Pride: Wie hast du die Entwicklung der Leder- und Fetischszene in den vergangenen Jahren erlebt?

Suri: Ich empfinde die Szene heute offener als noch vor ein paar Jahren. Auch habe ich das Gefühl, dass die Leute endlich mehr vom Internet und den Datingseiten abkommen und wieder mehr Kontakte in den Bars und auf den Partys knüpfen.

 

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Bear Pride: Wofür möchtest du dich als Schärpenträger besonders einsetzen?

Suri: Mit Unterstützung bin ich schon dabei eine neue Fetischparty in der Region zu organisieren. Eine Fetisch U35. Diese gab es lange in Mainz, doch seit einer Weile leider nicht mehr. Auch werde ich mit meinem Siebdruck-Hobby noch ein paar Spendenaktionen für die AIDS-Hilfe machen.

Bear Pride: Welche Rolle spielen für dich die Titelträger in der Leder- und Fetischszene?

Suri: Es gibt viele, die Schärpenträger überflüssig halten. Ich hingegen finde, dass man mit der Schärpe viel mehr gesehen wird, wenn man sich für die Community einsetzt. Auch die internationale Verknüpfung der Leder- und Fetischclubs wird durch die Titelträger ausgebaut.

Bear Pride: Könntest du dir vorstellen, noch andere Titel anzustreben?

Suri: Zwar findet im Oktober die Wahl des Mr. Fetisch Germany in Stuttgart statt, zu dieser kandidiere ich dieses Jahr aber nicht. Ich möchte erst noch mehr als Mr. Leather Hessen erreichen und im nächsten Jahr an der Wahl teilnehmen, sofern mein Nachfolger nicht selbst dann kandidieren will.

 

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