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DJ Martin Rapp

Bayer, Vater, Muslim, Schwul ... so stellte BearPride schon vor zwei Jahren den Münchner Hans Lehrer vor. Längst ist der Vorzeige-Bayer auch bundesweit kein Unbekannter mehr. Vor allem seit die Diskussion um den Islam entbrannt ist, haben viele Zeitungen, so Welt, Süddeutsche oder der Münchner Merkur, mit ihm gesprochen, wurde er im Fernsehen, so ein Portrait im Bayrischen Rundfunk und im ORF, und im Rundfunk zu seinem Leben und der Vereinbarkeit von Glauben und Gegenwart befragt. Für BearPride hat Michael Zgonjanin noch einmal nachgefragt.


BearPride: Hallo Hans, vor zwei Jahren machten wir ein Interview mit dir, das viel Aufmerksamkeit erlangte. Ein waschechter Bayer, ein Vater und ein zum Islam konvertierter Mensch ist wirklich etwas Besonderes. Wenn du dir dein Interview noch einmal durchliest, was fällt dir dazu ein?

Hans: Ich habe mir noch einmal das Interview von früher durchgelesen und kann mir nur selbst auf die Schulter klopfen. Damals habe ich ein Dokument geschaffen, das auch heute noch Gültigkeit besitzt. Angesichts der Entwicklung, die der Islam macht, vor allem in der Türkei, meinem Lieblingsland, bin ich doch sehr irritiert und mache mir viele Gedanken. Auch deine Fragen gehen in diese Richtung. Aber im Laufe eines Lebens ändern sich die Zeiten und man gewinnt neue Erkenntnisse, ohne die alten Werte über Bord zu werfen. Um Menschen näher kennenzulernen, ist es Voraussetzung, über ihre Religion Bescheid zu wissen.

BearPride: Es gibt ja bei uns eine Diskussion um den Islam, um Glauben, um die Verträglichkeit all dieser Dinge mit einer modernen, aufgeklärten Gesellschaft. Einige Gruppen streiten dies ja vollständig ab, vertreten aber selbst durchaus Positionen (z.B. die Rolle der Frau, das Öffentlichmachen von Homosexualität oder Aufklärung in der Schule), die eher an konservative Glaubenspositionen erinnern. Was denkst du darüber? Ist Glauben und Moderne wirklich vereinbar?

Hans: Am Anfang eines Lebensweges können Religionen mit ihrem durch Menschenhand geschaffenen Schilderwald an Gebots- und Verbotszeichen durchaus eine Orientierungshilfe sein, wie man, vor allem mit fremden Menschen, umgehen soll. Doch irgendwann merkte man, dass Religionen, die nicht mit der Zeit gehen, mit der Zeit gehen, bzw. uninteressant werden. Klar! Fanatiker und Uneinsichtige, Machtbesessene und Unruhestifter wird es immer geben, die ihrer Religion einen schlechten Dienst erweisen, aber ein Großteil der aufgeklärten Menschen zieht sich zurück oder tritt aus. Sie sind es satt, mitansehen zu müssen, wie sich Religionen nach Äußerlichkeiten richten, um sich voneinander besser abzugrenzen.


Im Islam ist Gott der Barmherzige. Ich vermisse unter den Muslimen die Barmherzigkeit. Im Christentum ist Gott der Liebende. Von Liebe unter den Christen habe ich noch nicht viel gespürt.

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Als Suchender habe ich mich im Alter bewusst von den Religionen abgewandt und wurde viel leichter im Glauben fündig. Neuerdings habe ich Gott auf facebook die Freundschaft angetragen und er hat sie doch tatsächlich angenommen. Seitdem korrespondieren wir eifrig miteinander. Religionen wurden mir auf meiner Suche nach Gott immer mehr zum Hindernis. Jetzt brauche ich mir nicht mehr den Kopf darüber zu zerbrechen, ob Glaube und Moderne wirklich vereinbar sind. Ob es richtig ist, dass Homosexualität im Islam mit dem Tode bestraft werden muss, ob die Frau sich dem Mann unterzuordnen hat, ein Kopftuch trägt und sich das Gesicht verschleiert, ob der Zölibat noch Sinn macht und Bösewichtern die ewige Höllenqual droht, um nur einige meiner Zweifel zu nennen.

BearPride: Du bist viel auf Festen in der Szene unterwegs. Wie gefallen dir die Szenen heutzutage? Die Bärenszene, die Leder- und Fetischszene?

Hans: Auf den diversen Festen und in der Szene geht es mir wie dem großen Dichterfürst Goethe: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein.“ Ich gehöre einer Generation an, in der sich viele erst spät geoutet haben. Deshalb fühle ich mich bei den Veranstaltungen von Gay and Gray ganz gut aufgehoben. Nichts desto trotz genieße ich auch die Zusammenkünfte, auf denen ich Bären, Lederkerle oder andere Fetischliebhaber treffe. Wir sind auch Mitglieder bei LUG Mannheim.
Wenn ich etwas nicht leiden kann, ist es manchmal die Arroganz, die ich bei anderen aber zum Glück sehr selten antreffe und mit meinem starken Selbstbewusstsein gut in den Griff bekomme. „Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz“. Mein Lebensmotto hingegen ist und wird es immer sein: „Menschlich bleiben“! Ich habe mit 65 Jahren den Motorradführerschein gemacht und fahre seit neun Jahren Motorrad. Zusammen mit meinem Lebenspartner Klaus unternahmen wir mit BOG Berlin und den Isarbikern schon große Touren.

BearPride: Welche Feste magst du am liebsten? Wird man dich beim Oktoberfest treffen können?

Hans: Am liebsten ist mir der CSD. Hier treffen sich alle Menschen, mit Herz, gutem Willen . . . , um gemeinsam zu demonstrieren und anschließend zu feiern. Fröhlichkeit und Weltoffenheit (Friede - Freude - Eierkuchen) ist etwas Wunderbares und steht im Gegensatz zu dem spießbürgerlichen Denken mancher ewig Gestriger.
Für einen geborenen Münchner, wie mich, ist das Oktoberfest etwas ganz besonderes und das wichtigste Fest, das mit dem Buchstaben O anfängt. Viele Jahre lang trug ich bei meinem Trachtenverein beim Wiesnzug die schwere Fahne (7 Kilometer). Heute hat man große Schwierigkeiten, in ein Zelt hineinzukommen, vor allem am gay-Sonntag in die Bräurosl.


Deshalb halte ich mich während der Wiesnzeit lieber im Hunsrück auf, wo das Kirner Bier fast genauso gut schmeckt wie das Münchner, wo mein Lebenspartner Klaus her ist und wir uns vor zwei Jahren eine „Villa“ unterhalb der Kyrburg in Kirn gekauft haben. Das Haus steht am Hang hoch über der Stadt an der Nahe, wo es den guten Wein gibt. Beim Gassigehen mit unseren drei Hunden (einer davon heißt Efes und ist ein türkischer Kangel) folgen wir den Spuren des Schinderhannes, oder hoffen, dem Jäger aus Kurpfalz zu begegnen. Bären treffen wir im Soonwald leider sehr selten, laden sie aber gerne zu uns ein. Genügend Zimmer sind vorhanden.


Übrigens habe ich meinen Lebenspartner vor elf Jahren am Rande des Oktoberfestes kennen gelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick, deren Feuer in unseren Herzen genau noch so lodert wie vor elf Jahren. Wer mehr über mich wissen will, dem empfehle ich meine HP www.federfuchser.info


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